Einer der wesentlichen Bereiche der technischen Informatik umfasst die Entwicklung von Echtzeitsystemen. Das sind Rechnersysteme, deren Funktionen sowie Reaktionen auf bestimmte Ereignisse innerhalb einer festgelegten Zeitdauer zu erfüllen sind.

Wird diese vorgegebene Zeitdauer nicht eingehalten, so kann dieses Fehlverhalten zu katastrophalen Folgen oder großen wirtschaftlichen Schäden führen. In diesem Fall sprechen wir von einem „hard real-time system“. Beispiele dafür sind Flugzeugsteuerungssysteme oder die Steuerung von Kernkraftwerken.

Eine zweite Kategorie der Echtzeitsysteme sind die „soft real-time systems“. Dabei hängt der Wert der zu erfüllenden Funktionen des Systems stark mit der benötigten Zeitdauer zusammen. Wird die vorgegebene Zeitdauer für die Erfüllung einer Funktion überschritten, so wird diese Funktion wertlos. Beispiele dafür sind öffentliche Telekommunikationssysteme oder Computerspiele.

Durch den Einsatz redundanter Komponenten und Methoden der Fehlertoleranz kann die Verfügbarkeit eines Systems wesentlich erhöht werden. Somit wird ein Totalausfall des Systems im Falle eines Fehlers vermieden.